Radio-Teleskop RATAN-600 Rätsel um mysteriöses Signal aus dem All

 

Das Teleskop RATAN-600 in der russischen Kaukasusregion hat Signale empfangen, die nun Forscher beschäftigen.

(Foto: picture alliance)

Ein ungewöhnliches Radiosignal von einem 94 Lichtjahre entfernten Stern beschäftigt Forscher. Es könnte bewusst Richtung Erde gefunkt worden sein – ein Beweis für außerirdisches Leben?

Astronomen haben im Mai 2015 mit dem russischen Radio-Teleskop RATAN-600 ein ungewöhnliches Signal empfangen. Wie jetzt bekannt wurde, kam es offenbar aus der Richtung des sonnenähnlichen Sterns HD 164595 – 94 Lichtjahre von der Erde entfernt und im Sternbild Herkules liegend. Er soll dieselbe Größe wie die Sonne haben und vielleicht sogar über ein eigenes Planetensystem verfügen.

Ein Beweis, dass es Aliens gibt? US-Astronom Seth Shostak, Chef-Forscher beim Seti-Insitut, schätzt die Chance, Außerirdische entdeckt zu haben, als sehr gering ein. Ausschließen will er das allerdings nicht.

Shostak nennt zwei Hypothesen
Der Experte nennt in einer Mitteilung zwei Alien-Hypothesen: Das Signal könnte von außerirdischen Lebensformen in alle Richtungen gesendet worden sein. Jedoch wäre dann der Bedarf an Energie für diesen Sender Hunderte Male größer als alles Sonnenlicht, das die Erde erreicht.

Oder, so die zweite Option von Shostak, eine fremde Zivilisation könnte das Signal bewusst Richtung Erde geschickt haben. Seiner Kalkulation nach wäre dafür aber eine Leistung von einer Billion Watt notwendig.
Beide Szenarien würden dem Forscher nach einen Aufwand bedeuten, der weit über dem liegt, den wir Menschen betreiben könnten. Es sei auch nur schwer zu verstehen, “warum jemand unser Sonnensystem mit so einem starken Signal ins Visier nehmen sollte”.
Es gebe aber auch viele weitere mögliche Erklärungen für das Phänomen. Womöglich handele es sich bei dem vermeintlichen Signal auch nur um terrestrische Interferenzen, so Shostak.
Nun untersuchen weitere Forscher den Stern HD 164595 – bisher ohne neue Auffälligkeiten.

30.08.2016 | 20:40 Uhr, zuletzt aktualisiert um 22:05 Uhr jm, N24

Amateurfunk beim Erdbeben in Italien aktiv

 

In Folge des Erdbebens der Stärke 6,2, das am 24. August Zentral-Italien getroffen und 28 Personen getötet hat, sind italienische Funkamateure im Notfunk aktiviert. Bitte haltet die Frequenz 7.060 kHz zusätzlich zu den Notfunk CoA Frequenzen im 80- und 40-Meterband für die Kommunikation innerhalb Italiens frei. Derzeit wird keine externe Unterstützung benötigt. Die italienischen Amateurfunkgruppen arbeiten entsprechend den Unterstützungsplänen mit ihrer Regierung zusammen. Alle Anfragen zur Information nach vermissten Personen sollten über das Rote Kreuz oder andere anerkannte Hilfsorganisationen geleitet werden.
IARU R1 Notfunk-Koordinator

QUELLE: Deutscher Amateur-Radio-Club e.V.