Es wird Zeit miteinander zu reden!

Es wird Zeit miteinander zu reden!

1. Dezember 2018 Allgemein ECBF 1
Leicht gesagt, immer schwer getan … die letzten Jahre wurde mehr schlecht über einander und wenig bis überhaupt nicht miteinander geredet. Jetzt wird es aber Zeit zum gemeinsamen Gespräch, denn unser Hobby lebt auf Band weiter und verzeichnet die letzten 3 Jahre auch wieder deutlichen Zuwachs. Die Zeit der zum Teil konkurrierender CB-Vereinigungen ist vorbei .. aber ohne geht es auch nicht, irgendwer muss Präsenz zeigen und mit Zahlen eine aktive Nutzung nachweisen. Von öffentlicher Seite werden wir CB-Funker in Europa nämlich nicht mehr „erfasst“. Diese Aufgabe müssen wir nun mit Hilfe vom Handel selbst in die Hand nehmen. !!! Nur wo ein Bedarf nach gewiesen werden kann, kann auch eine legale Nutzung erfolgen!!! Die „alten Hasen“ Vereine / Gruppen aus DAKfCBNF-Zeiten sind ausnahmslos verschwunden, aufgelöst oder stehen kurz davor – um nur einige zu nennen. AFD e.V. – Auflösung in Vorbereitung. Nur noch 30-50 Mitglieder mit Null Aktivitäten. DAKfCBNF e.V. – Auflösung in Vorbereitung. Aktueller Stand unbekannt. DFA e.V. – vom Amtsgericht aufgelöst. DCBO – aufgelöst und eingestellt. ArgeSüdwest – aufgelöst FIG-Südwest – aufgelöst Arge Süd (Bayern) aufgelöst AKCB-Hessen eingeschlafen AK Mittelfranken eingeschlafen Arge Thüringen eingeschlafen/aufgelöst NICB (Mecklenburg-Vorpommern) unklar DCBD eingeschlafen/aufgelöst Packet-Aktivitäten rund um Fulda regio-net-dl – eingeschlafen. DARC – schwierig, da sie sich als Amateurfunkverband sehen und CB-Funkern skeptisch gegenüber stehen. RTA – Runder Tisch Afu, hauptsächlich DARC plus einige Minivereine. Welche Aufgabe schreibt sich die HNDX als aktive Funk IG im Rahmen einer Interessenvertretung der CB-Funker in Deutschland zu? Die Hotel November DX Group sieht sich nicht als eine Art reglementierender Dachverband oder gar Funkorganisationsinstrument, sondern viel mehr als ein Sprachrohr und Sammelbecken für Anregungen direkt aus dem Pool ihrer über 700 funkenden Mitglieder und Funkfreunde aus ganz Europa. Durch die organisierte Form ist eine zentrale Erfassung aktiver Funker und deren Meinungsbild in Bezug auf unser Hobby möglich. Die HNDX ist in der Lage Daten zum CB-Funkgeschehen im Land zu liefern ohne dabei ihre Mitglieder an eine verbindliche „Vereinsmeierei“ zu binden. So kann der Funkfreund als Teil einer Gemeinde eine wichtige Aufgabe zum Erhalt und der Pflege unseres Hobby erbringen. Wir wollen reden! Damit die wieder wachsende Anzahl von CB-Funkern auch wieder eine Stimme bekommt, müssen die verbleibenden Funker-Organisationen (jeder Art 🙂 ) an einen Tisch. Die HNDX wird an diesen Zusammentreffen teilnehmen und die Meinungen ihrer Mitglieder vertreten. Ein erster Schritt in Richtung EU weiter Zusammenarbeit ist mit der Mitgliedschaft der HNDX bei der ECBF getan. Hierzu werden Vertreter der HNDX auch die Tagungsorte u.A. in Brüssel aufsuchen um einen engen Kontakt zu halten. Auf der CB-Lounge – finden wir eine jährliche Plattform zur Information/Diskussion, welche keine eigene Organisation anstrebt. Auf Deutscher Ebene müssen Industrie/Hersteller/Vertreiber, Behörden und wir Nutzer wieder an einen Tisch … die HNDX wird teilnehmen. Ein erster (neuer) Anlauf ist für 2019 in Planung. Als Anregung die gemittelten Umfrageergebnisse aus 2017:
Was fordern CB-Funker Hobbyfunker fordern den Schutz Ihrer Frequenzen vor industrieller Vermüllung. Sie wollen Ihr Hobby in gewohnter Weise ausüben können. Ein permanenter Anstieg von Störungen durch minderwertige Elektronikkomponenten gleicht einer Sabotage des Hobbyfunks. Hobbyfunk ist der Vorgänger von Sozialen WebNetzwerken und erfreut sich nach aktuellen Händleraussagen, einer wieder steigenden Beliebtheit. Hobbyfunk ist ein soziales Medium der Bürgerkommunikation, des freien Meinungsaustausches und der Volksverständigung. Was derzeit jedoch in DE an Störung passiert, gleicht fast schon einer Verletzung von Bürgerrechten. Hobbyfunk bietet in möglichen Krisensituationen, dem Bürger eine Kommunikationsmöglichkeit, jenseits von /anfälligen/ Digitalfunknetzwerken. Warum sollte der Bürger sich die „Möglichkeit zur selbstorganisierten Kommunikation“ weiter nehmen lassen, er soll sich ja auch Notvorräte an Essen anlegen … ? Hier werden Bürgerrechte zugunsten von industriellen Interessen mit Füßen getreten. Selbst das mächtige US-Militär plant in Zukunft wieder vermehrt klassische Funkerausbildungen zu fördern, da das US-Krisenmanagement vor Ausfällen der digitalen Infrastruktur gewarnt hat und eine Truppenkommunikation nur auf digitalem Weg nicht ausreicht. Hobbyfunker fordern die Miteinbeziehung in Notfunkübungen Ein nicht kleiner Blaulichtanteil bei der HNDX sieht die Lage folgendermaßen:“Als Feuewehrmann, Sanitäter oder Polizist .. Retter in der Not, als Hobbyfunker Vollidiot?“ Eine nicht Einbeziehung von Hobbyfunkern in ein Notfunknetz ist ein fataler Fehler! Erste Übungen der HNDX und anderer Vereinigungen haben bereits gezeigt, dass der hobbyfunkende Bürger durchaus eine wichtige Aufgabe in der Krisenkommunikation übernehmen kann. Mit einem Funkgerät kann sich der Bürger aktiv Informationen besorgen und diese dann auch an Mitbürger weiter leiten. Innerhalb der Städte, aber auch schon in ländlichen Gebieten sind die Störpegel auf 27MHz um mehrere S-Stufen gestiegen. Nicht verwunderlich ist, dass viele Funker sich den neuen Gegebenheiten mit einer kleinen Leistungskorrektur anpassen. So werden Geräteleistungen von 20-40 Watt als praktisch legal angesehen, jedoch begeht der Funker damit mindestens eine Ordnungswidrigkeit. Jeder kann sich ausrechnen, wie viel „Anpassung“ es benötigt, wenn in Städten der PCI-Pegel im Schnitt bei S5-S7 liegt / hier muss dringend einer Kriminalisierung von Bürgern durch Lockerung der Gesetze entgegengewirkt werden. Keine Standortberechnung der Leistung sondern Geräteleistung am Ausgang: FM 20 SSB 30 Watt Auch sehen viele engagierte Hobbyfunker keine maßgebliche Zukunft in einer neuen Afu-K-Klasse, da diese den Grundgedanken des freien Bürgerfunks widerspricht. Keine Abdrängung in eine K-Klasse, sondern Akzeptanz als eigenständiges Hobby und Bürgerrecht – ohne Melde- und Prüfungszwang. Es gibt aber auch die Gegenseite, die sich eine Einsteigerklasse ohne Prüfungszwang wünscht – andere EU-Länder scheinen hier deutlicher voran zu gehen um das Hobby zu fördern. CB-Funker erwarten Anerkennung Seitens des DARC:“CB-Funk ist der Einstieg zum Amateurfunkdienst“ & Zusammenarbeit wird erwünscht! CB-Funker fordern eine EU-Kanalharmonisierung in Form einer Zusammenführung aller in der EU genutzten CB-Frequenzen (26-28MHz). Dies würde auch den notwendigen Kanalabstand für Duplex-Relais ermöglichen. Hobbyfunker fordern einen zeitgemäßen UHF/VHF-Bürger-Funk mit einer nutzbaren Leistung von mind. 5Watt und freier Antennenwahl (Der Strahlenschutz rät bei HF-Anwendungen >2 Watt generell zum Einsatz von abgesetzten Antennen). Der Zugang zum Hobby muss auch bei den zunehmenden Antennenverboten ermöglicht sein, dies kann nur in den UHF und VHF Bereichen umgesetzt werden. Diese Liste ist keineswegs vollständig und es fehlen sicher Punkte die wir 2019 gemeinsam erarbeiten müssen (FreiBier für alle, Lasst mir meine Ruhe ..) 🙂  
Wenn Ihr Fragen, Kritik oder Anregungen habt bzw wollt, dass wir ein HNDX/Funk relevantes Thema hier behandeln sollen – Bitte schreibt uns an: Redaktion@hndx.de – Danke !

Eine Antwort

  1. Hotel November DX Group sagt:

    Gerade eine Email an HNDX bekommen, dass der Satz:“CB-Funker erwarten Anerkennung Seitens des DARC:“CB-Funk ist der Einstieg zum Amateurfunkdienst“ & Zusammenarbeit wird erwünscht!“ Ganz besonders übel aufgestoßen ist!

    Nicht weil irgend etwas daran falsch ist, sondern weil sich auch andere wohlorganisierte Zusammenkünfte von Funk Amateuren und CB-Funkern schon über die abgehobene Ignoranz Seitens des DARC erheben.

    Das Fazit des Email Zitat ist uns somit fast allen klar:
    „Der DARC merkt es aber Gott sei Dank an den sinkenden Mitgliederzahlen…warum allerdings
    niemand von den älteren Herren wach wird kann ich nicht verstehen.“

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